Amazon und eBay im Wandel der Zeit
Die größten und sicherlich bekanntesten Online-Händler Amazon und eBay erlebten in den vergangenen Jahren ganz unterschiedliche Entwicklungen. Das Auktionshaus eBay konnte nach anfänglicher Begeisterung immer weiter wachsen, den Umsatz leicht und den Gewinn deutlich steigern. Bis 2007 ging dies auch gut doch immer mehr Einschränkungen für Käufer und vor allem Verkäufer sowie sinnfreie Änderungen, Regulierungen und eine Flut an Händlern haben viele Nutzer abwandern lassen. Kunden fanden kaum noch die typischen Flomarkt Angebote, Privatpersonen als Verkäufer konnten nicht mehr problemlos einstellen, da sie obwohl sie eigenen Trödel verkauften schnell als Gewerbetreibende gebrandmarkt wurden und Händler erlebten immer mehr Vorschriften. Keine realen Bewertungen mehr an Käufer, hohe Gebühren und zuletzt die Vorgabe versandkostenfrei liefern zu müssen. Das Resultat dieses Regulierungswahns spiegelt sich in den Quartalsberichten wieder. So ist der Umsatz nach einiger Stagnation zwar wieder gewachsen, auf einen Zeitraum von zwei Jahren gesehen jedoch nur um 18 Prozent. Der Gewinn sankt dagegen von knapp 600 Millionen US-Dollar Ende 2007 auf inzwischen nur noch 349 Millionen US-Dollar. Im Vergleich zum Vorjahr sind die eine Umsatzsteigerung von 6 Prozent bei einem Rückgang des Gewinns um 29 Prozent.
Besser scheint es da bei Amazon zu laufen. Die letzten Erfolge des E-Book-Readers Kindle tragen nicht unwesentlich dazu bei. Im gleichen Zeitraum konnte Amazon von Ende 2007 bis jetzt den Umsatz um 67 Prozent und den Gewinn um 148 Prozent steigern. Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Gewinn auf 199 Millionen US-Dollar (plus 68 Prozent) bei einem Umsatzwachstum von 1,185 Milliarden US-Dollar (plus 28 Prozent). Vielleicht ist es für eBay an der Zeit sich wieder auf alte Stärken zu besinnen und sollte nicht versuchen als Online-Einzelhändler mit Neuware gegen Amazon anzutreten sondern das Modell der Auktionen wieder attraktiver machen und Kunden gewinnen die eBay verlassen haben.

