RPM bekommt neue Funktionen
Während der openSUSE Konferenz haben die Entwickler des freien Paketformates RPM auf einem Treffen die künftige Entwicklung und mögliche neue Funktionen diskutiert. Seit Ende 2006 wird RPM wieder aktiver entwickelt und soll nach Absprache der größten Distributionen die RPM einsetzen an die neuen Anforderungen angepasst werden. In diesem Zuge sollen die jeweiligen Eigenentwicklungen der Distributionen an RPM wieder in der Hauptversion vereinigt werden. Zu den Entwicklern gehören unter anderem der OpenSuse-RPM-Betreuer Michael Schroeder, die Red Hat-Entwickler Florian Festi und Panu Matilainen, Klaus Kaempf und Stanislav Visnovsky sowie die YUM-Verantwortlichen Seth Vidal und James Antill. Zu den besprochenen Funktionen gehören demnach Datei-Trigger, Soft Dependencies, die Aufhebung der Limitierung von 8GB pro Paket und Transaktions-Logs. Delta-RPM war zwar auch ein Thema, hier ist allerdings noch nicht klar in welchem Umfang die Funktionalität der differentiellen Pakete umgesetzt werden soll. Bereits jetzt ist RPM anderen Lösungen wie DKPG klar überlegen, die Neuerungen werden vielleicht dazu beitragen RPM weitere Vorteile zu verschaffen und RPM weiter deutlich besser gegenüber DPKG zu posizionieren. Auch wenn es in zahlreichen Glaubenskriegen immer wieder gefordert wird sich für ein Paketformat zu entscheiden, wird es wohl auch in naher Zukunft neben ein paar weiteren kleineren Lösungen primär bei RPM und DPKG bleiben. Eine Übersicht der besprochenen Themen wurde von Pavol Rusnak auf seiner Seite bereitgestellt.

