News-Ticker
Nachrichten aus aller Welt
Das Versionsverwaltungssystem Subversion wird künftig unter dem Dach der Apache Foundation betreut. Eine entsprechende Mitteilung wurde nun vom Entwickler CollabNet und der Apache Software Foundation veröffentlicht. Damit unterliegt ein weitere Softwareprojekt abseits des früheren Kernbereiches der Organisation die überwiegend durch den HTTP Server Apache bekannt geworden ist.
Um GNOME 3.0 nicht mit einem endlosen Debakel zu beginnen wie es das KDE Projekt mit KDE 4 getan hat sprechen sich immer mehr Entwickler dafür aus, GNOME 3.0 noch ein wenig zu verschieben um eine gewisse Stabilität und Reife der Software gewährleisten zu können. GNOME Shell als eine der Kernkomponenten der neuen Version wird bis Frühjahr 2010 noch nicht die vorausgesetzte Stabilität erreicht haben um GNOME 3.0 veröffentlichen zu können. Weitere Projekte wie die Dokumentation und die PIM Lösung Evolution brauchen für den Umstieg zu GNOME 3.0 ebenfalls noch ein wenig mehr Zeit. Anders als bei KDE Projekt wo auch nach über einem Jahr wichtige Anwendungen nicht portiert wurden oder weiterhin unzuverlässig laufen will man beim GNOME Projekt mit der Version 3.0 eine finale Version und keine frühen Entwicklungsschritte veröffentlichen. Weitere kritische Punkte sind die Umstellung auf das Clutter Toolkit sowie den neuen Grafiktreibern. So ist es fraglich ob GNOME 3.0 nun im Herbst 2010 oder erst Anfang 2011 veröffentlicht werden kann.
Das Moblin-Projekt hat seine speziell für NetBooks angepasste Linux-Distribution in der Version 2.1 veröffentlicht. Für den optimierten Einsatz auf den derzeitigen Trend-Geräten wurde der Browser an die geringere Bildschirmgröße angepasst und für die Konnektivität die Unterstützung von Bluetooth, Wimax und 3G weiter verbessert. Moblin basiert seit der Version 2 nicht mehr auf Ubuntu sondern nutzt den Kern von Fedora. Darüber hinaus bildet GTK+ und Technologien von Mozilla Kernkomponenten der Distribution.
Nach rechtlichen Rückschlägen in aller Welt und der Milliardenstrafe der EU geht es dem Chip-Giganten Intel nun auch in den Staaten an den Kragen. Der Generalstaatsanwalt Andrew Cuomo erhebt dabei die selben Vorwürfe wie die EU-Kommission. Intel habe die Preise künstlichn hochgetrieben, dem Markt durch großzügige Subventionen alternative Lösungen vorenthalten und versucht den Hauptkonkurrenten aus dem Markt zu drängen. Nach Angaben des Generalstaatsanwaltes habe Intel jedes Jahr mehrere hundert Millionen US-Dollar bis mehrere Milliarden US-Dollar ausgegeben um Computer-Hersteller an sich zu binden. So hat Hewlett-Packard angeblich mehrere hundert Millionen US-Dollar erhalten wenn es nicht mehr als 5 Prozent seiner Rechner mit AMD Prozessor verkauft, später wurde diese Abmachung erweitert wofür Intel fast eine Milliarde US-Dollar gezahlt haben soll. Auch IBM und Dell haben Millionen-Summen erhalten um den Vertrieb von AMD Produkten zu behindern.
Der Enterprise Linux Distributor und führende Anbieter von Open Source Business Lösungen Red Hat hat nach diversen Ankündigungen und Vorbereitungen nun endgültig seine kommenden Virtualisierungs-Produkte offiziell vorgestellt. Die Basis bildet der im Linux Kernel integrierte Hypervisors KVM dessen Entwickler und Technologie mit der Übernahme von Qumranet im September 2008 an Red Hat übergingen. Zu den Technologien zählen diverse Verwaltungswerkzeuge, SolidICE und das Protokoll Spice. Der Enterprise Virtualization Hypervisor (RHEV-H) besteht aus einem Red Hat Enterprise Linux (RHEL), dass jedoch von allen unnötigen Komponenten befreit wurde und so eine schlanke Basis für virtuelle Maschinen bieten kann. Mit dem Virtualization Manager stellt Red Hat Verwaltungswerkzeuge für virtuelle Maschinen, Live-Migration, Hochverfügbarkeit, Images, Snapshots und Softwareverteilung zur Verfügung und bietet darüber hinaus auch Monitoring und Reports der überwachten Systeme. Für das kommende Jahr ist zudem die Lösung Virtualization für Desktops geplant. Hiermit sollen es ermöglicht werden virtuelle Desktops in einer Infrastruktur virtuell zur Verfügung zu stellen.
Das von Nicolas Negroponte initiierte Projekt OLPC (One Laptop Per Child) zur IT-Entwicklungshilfe sucht noch immer nach einer neuen Ausrichtung um wieder Erfolge erzielen zu können. Die nun geplante kommende Generation wird nicht mehr die komplette Neuentwicklung XO-2 darstellen sondern als XO-1.75 eine auf der ARM Prozessor-Architektur basierende Weiterentwicklung der ersten Generation sein. Darüber hinaus wird die OLPC-Organisation umstrukturiert. Die OLPC-Assoziation wird künftig die Entwicklung der Geräte übernehmen während die Stiftung sich der Bildung und humanitären Zielen widmet.
Auf dem Markt der Smartphones tut sich etwas. Seit Apple mit dem iPhone in den Markt der Smartphones eingetreten ist wanken die Positionen der Vetaranen. Während Research In Motion (RIM) mit dem Blackberry mal wieder stärker zulegen konnte konnte Nokia seine Position nur festigen. Nach starken Wachstumsraten in der ersten Zeit wächst Apple nun ebenfalls deutlich langsamer. Der aktueller Neuling Google schafft mit der Android Plattform dagegen eine überraschend starke Akzeptanz. Der ewige Verlierer der vergangenen Jahre bleibt Microsoft mit Windows Mobile. Nach den Erhebungen der Marktforscher von Canalys kommt Nokia mit 16,41 Millionen verkauften Geräten auf einen Marktanteil von 39,7 Prozent. Ein Wachstum von 40,8 Prozent brachten die 8,52 Millionen Blackberrys ihren Hersteller mit einem Marktanteil von 20,6 Prozent auf Platz 2. Platz 3 gehört vorerst Apple die mit 7,36 Millionen iPhones 17,8 Prozent des Marktes einnehmen konnten. Mit deutlichem Abstand folgen HTC und Fujitsu mit jeweils 5,3 bzw. 3,4 Prozent. Geht man nach den Betriebssystemen so führt Symbian weiterhin mit 46,2 Prozent klar an während Windows Mobile nach 30 Prozent Verlust im zweiten Quartal 2009 und 33 Prozent Rückgang in diesem Quartal mit 3,63 Millionen Geräten nur noch auf 8,8 Prozent Marktanteil kommt. Die offene Android Plattform kommt inzwischen auf 1,46 Millionen verkaufte Geräte bzw. 3,5 Prozent Marktanteil. Sollte sich das Wachstum von Android fortsetzen und Windows Mobile weiter an Akzeptanz verlieren werden in den kommenden Jahren einzig Symbian, BlackBerry OS, iPhone OS und Android den Smartphone Markt bestimmen.
Obwohl das OpenOffice.org Projekt stetig an Verbesserungen der gleichnamigen Office Suite arbeitet liest man in den vergangenen Monten - wenn es um OpenOffice.org geht - nur, welche Firma, welche Behörde oder welches Land dem derzeitigen Trend folgt, und auf OpenOffice.org umschwenkt. So war es Anfang Oktober die dänische Gemeinde Lyngby-Taarbaek, die auf den Schulcomputern künftig auf die freien Büroprogramme des Projektes setzen wolle. Schüler können nun daheim ihre Arbeiten mit der selben Software erledigen wie in der Schule. Die Kosten für den Einsatz spielten jedoch ebenfalls eine tragende Rolle. Von den 1.700 Rechnern die zum Einsatz kommen müssen 600 Geräte demnächst durch neuere ersetzt werden. Der Wegfall der Lizenzkosten hat den positiven Nebeneffekt, dass durch diese Einsparung die Kosten von 150 Rechnern bereits gedeckt ist.
In Belgien sind es inzwischen mehrere Behörden die erfolgreich und absolut überzeugt auf OpenOffice.org setzen. Durch die rasche Verbreitung von OpenOffice.org hat auch das freie Dokumentenformat ODF immer mehr Akzeptanz erfahren. In der Provinz Limburg läuft die Migration noch wogegen die flämische Abfallwirtschaft bereits seit Jahren auf ODF setzt. In der Stadt Schoten ist es die Verwaltung wo man bereits auf OpenOffice.org setzt aber bisher noch nicht auf ODF setzen konnte. Damit sich dies ändern kann wurden dutzende Lehrvideos produziert die nun auch der OpenOffice.org Gemeinschaft zur Verfügung gestellt werden sollen. Der Hafen von Antwerpen befindet sich mitten in der Migration und will seine 1.300 Desktop Rechner bis zum Herbst 2010 auf OpenOffice.org umgestellt haben. Doch hier setzt man auch auf die Verbreitung bei den Geschäftspartnern und informiert in jeder E-Mail automatisch über die Möglichkeit ODF selbst mit Microsoft Office nutzen zu können. Das kann auch anderen dabei helfen sich dauerhaft von Microsoft Produkten trennen zu können.
Bei diesen und vielen weiteren Meldungen verwundert es auch nicht, dass man beim OpenOffice.org Projekt nun 100 Millionen (100.000.000.000) OOo3 Downloads gefeiert hat. Mit der bald verfügbaren Version 3.2 dürfte es wieder zahlreiche Downloads geben.
Gewohnt pünktlich wurde das erste von nur zwei geplanten Updates von GNOME 2.28.1 veröffentlicht. Inhalt sind wie immer Fehlerkorrekturen in den Anwendungen und Bibliotheken sowie aktualisierte Übersetzungen und Erweiterungen in den Anwendungen und den Dokumentationen. Am 16. Dezember soll das zweite und letzte Update von GNOME 2.28 erfolgen das zudem auch - wenn die Entwicklungen im Plan bleiben - auch die letzte Version von GNOME 2 werden könnte. Derzeit ist GNOME 2.30, dass als GNOME 3 veröffentlicht werden soll für den 31. März 2010 auf dem Plan.
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Die größten und sicherlich bekanntesten Online-Händler Amazon und eBay erlebten in den vergangenen Jahren ganz unterschiedliche Entwicklungen. Das Auktionshaus eBay konnte nach anfänglicher Begeisterung immer weiter wachsen, den Umsatz leicht und den Gewinn deutlich steigern. Bis 2007 ging dies auch gut doch immer mehr Einschränkungen für Käufer und vor allem Verkäufer sowie sinnfreie Änderungen, Regulierungen und eine Flut an Händlern haben viele Nutzer abwandern lassen. Kunden fanden kaum noch die typischen Flomarkt Angebote, Privatpersonen als Verkäufer konnten nicht mehr problemlos einstellen, da sie obwohl sie eigenen Trödel verkauften schnell als Gewerbetreibende gebrandmarkt wurden und Händler erlebten immer mehr Vorschriften. Keine realen Bewertungen mehr an Käufer, hohe Gebühren und zuletzt die Vorgabe versandkostenfrei liefern zu müssen. Das Resultat dieses Regulierungswahns spiegelt sich in den Quartalsberichten wieder. So ist der Umsatz nach einiger Stagnation zwar wieder gewachsen, auf einen Zeitraum von zwei Jahren gesehen jedoch nur um 18 Prozent. Der Gewinn sankt dagegen von knapp 600 Millionen US-Dollar Ende 2007 auf inzwischen nur noch 349 Millionen US-Dollar. Im Vergleich zum Vorjahr sind die eine Umsatzsteigerung von 6 Prozent bei einem Rückgang des Gewinns um 29 Prozent.
Besser scheint es da bei Amazon zu laufen. Die letzten Erfolge des E-Book-Readers Kindle tragen nicht unwesentlich dazu bei. Im gleichen Zeitraum konnte Amazon von Ende 2007 bis jetzt den Umsatz um 67 Prozent und den Gewinn um 148 Prozent steigern. Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Gewinn auf 199 Millionen US-Dollar (plus 68 Prozent) bei einem Umsatzwachstum von 1,185 Milliarden US-Dollar (plus 28 Prozent). Vielleicht ist es für eBay an der Zeit sich wieder auf alte Stärken zu besinnen und sollte nicht versuchen als Online-Einzelhändler mit Neuware gegen Amazon anzutreten sondern das Modell der Auktionen wieder attraktiver machen und Kunden gewinnen die eBay verlassen haben.

