ODF
Nachdem man bei IBM bezüglich der internen Desktop-Strategie viel geplant und oft angekündigt hatte folgen nun Taten. Mit einem gewaltigen Schritt sollen innerhalb von 10 Werktagen die 360.000 Mitarbeiter des Konzerns mit dem hauseigenen auf OpenOffice.org basierenden Büro Paket Lotus Symphony 1.3 versorgt und Microsoft Office von den Arbeitsplätzen entfernt werden. Bei den Lizenzkosten für gewerbliche Kunden bedeutet dies für Microsoft ein verlorener Umsatz mir zweistelligen Millionenbereich. Schwerer dürfte jedoch die Signalwirkung für die Kunden von IBM und anderer Konzerne wiegen. Wenn wenn ein IT Schwergewicht wie IBM sich so deutlich und konsequent von Microsoft abkehrt ist es vermutlich an der Zeit über die eigene IT-Strategie nachzudenken und sich von unfreien Industriestandards und proprietären Anwendungen zu trennen um auf echte offene Standards wie ODF zu setzen..
Mit etlichen Fehlerkorrekturen aber vor allem lange erwarteten Neuerungen steht das freie Office Paket OpenOffice.org nun in der Version 3.1 für Linux, Max OS X und Windows zum kostenlosen Download zur Verfügung. Mit der Unterstützung von Anti-Aliasing kann nun endlich eine Kantenglättung für Vektorgrafiken genutzt werden. Besonders nützlich ist dieses primär in den in OpenOffice.org erstellten Diagrammen. Zu den Funktionen, die den praktischen Nutzen verbessern sollen zählt zum einen die halb transparente Anzeige von Objekten während diese vom Benutzter verschoben werden. So soll eine genauere Platzierung ermöglich werden und zum anderen wurde das Kommentarsystem in der Textverarbeitung Writer verbessert, so dass man auf Kommentare nun auch antworten kann, was insbesondere dann zum Tragen kommt, wenn mehrere Autoren an einem Dokument arbeiten. Zum Office Paket OpenOffice.org 3.1 gehören die Textverarbeitung Writer, die Tabellenkalkulation Calc, die Präsentationslösung Impress, der Formel-Assistent Math und die Datenbank Base.

