Virtualisierung
VirtualBox 3.1 soll gegenüber seinem Vorgänger schneller sein und Migrationen virtualisierter Umgebungen vereinfachen. Einen deutlichen Leistungsschub erzielen Gastsysteme unter anderem dadurch, dass sie nun auf die 2D-Beschleunigung des Host-Systems zurückgreifen können. Für den Einsatz in größeren Umgebungen gibt es zudem nun die Funktion, virtuelle Umgebungen im laufenden Betrieb von einem physikalischen Ressource zu einer anderen zu bewegen wobei die eingesetzte Hardware oder der verwendete Prozessor egal ist.
Der Enterprise Linux Distributor und führende Anbieter von Open Source Business Lösungen Red Hat hat nach diversen Ankündigungen und Vorbereitungen nun endgültig seine kommenden Virtualisierungs-Produkte offiziell vorgestellt. Die Basis bildet der im Linux Kernel integrierte Hypervisors KVM dessen Entwickler und Technologie mit der Übernahme von Qumranet im September 2008 an Red Hat übergingen. Zu den Technologien zählen diverse Verwaltungswerkzeuge, SolidICE und das Protokoll Spice. Der Enterprise Virtualization Hypervisor (RHEV-H) besteht aus einem Red Hat Enterprise Linux (RHEL), dass jedoch von allen unnötigen Komponenten befreit wurde und so eine schlanke Basis für virtuelle Maschinen bieten kann. Mit dem Virtualization Manager stellt Red Hat Verwaltungswerkzeuge für virtuelle Maschinen, Live-Migration, Hochverfügbarkeit, Images, Snapshots und Softwareverteilung zur Verfügung und bietet darüber hinaus auch Monitoring und Reports der überwachten Systeme. Für das kommende Jahr ist zudem die Lösung Virtualization für Desktops geplant. Hiermit sollen es ermöglicht werden virtuelle Desktops in einer Infrastruktur virtuell zur Verfügung zu stellen.
Die Version 3.0 der freien Virtualisierungslösung VirtualBox bringt zahlreiche Neuerungen und macht erneut wichtige Fortschritte. So stehen erstmals 3D-Funktionen für die Gastsysteme zur Verfügung. Weitere Details der Veröffentlichung finden sich im Changelog.
Die Virtualisierungslösung 3.4.0 bringt neue Funktionen, zahlreiche Fehlerkorrekturen und enthält erste Ansätze der Arbeit der Xen Client Initiative (XCI). Mit Hilfe von XCI soll ein Basis-Client-Hypervisor geschaffen werden, der durch seinen Aufbau leicht auf andere Plattformen portiert werden kann. Eine weitere Neuerung in Xen 3.4 ist die Funktion trotz eines Systemfehlers weiterlaufen zu können. Hierfür werden erkannte Fehler isoliert und protokolliert. Da der Markt an Virtualisierungslösungen immer umfangreicher wird, bemüht sich das Xen-Projekt auf dessen Basis zu verweisen. So sollen kommerzielle Xen Derivate rund 17 Prozent des Markter für Virtualisierung einnehmen. Zudem sollen zahlreiche Open-Source- und Forschungsprojekte mit Xen basierten Lösungen arbeiten. Auf dem LinuxTag in Berlin wird das Projekt zudem die Xen Directions präsentieren.

