Red Hat
Mit dem Ende vierten Quartals präsentierte Red Hat zugleich die Zahlen für das gesamte Geschäftsjahr 2010. Im letzten Quartal stieg der Umsatz gegenüber dem Vorjahresquartal um 18 Prozent auf 195,9 Millionen US-Dollar. Mit 23,4 Millionen US-Dollar liegt der Nettogewinn sogar 46 Prozent über dem Ergebnis des Vorjahres. Insgesamt verbuchte Red Hat bei einem Umsatz von 748 Millionen US-Dollar (plus 15 Prozent) einen Gewinn von 87,3 Millionen US-Dollar (plus 11 Prozent). Darüber hinaus meldete das Unternehmen, dass man im vergangenen Jahr 350 neue Mitarbeiter eingestellt habe und in naher Zukunft für rund 300 Millionen US-Dollar eigene Aktien zurückkaufen möchte.
Auch das dritte Quartal des laufenden Geschäftsjahres brachte sowohl bei Umsatz als auch beim Gewinn ein deutliches Wachstum. Der Umsatz stieg um 18 Prozent auf 194,3 Millionen US-Dollar und brachte einen Gewinn von 19,8 Millionen US-Dollar. Mit 85 Prozent des Gesamtumsatzes oder 164,4 Millionen US-Dollar brachten die Support Verträge für die Software Angebote den Großteil der Einnahmen.
Der Enterprise Linux Distributor und führende Anbieter von Open Source Business Lösungen Red Hat hat nach diversen Ankündigungen und Vorbereitungen nun endgültig seine kommenden Virtualisierungs-Produkte offiziell vorgestellt. Die Basis bildet der im Linux Kernel integrierte Hypervisors KVM dessen Entwickler und Technologie mit der Übernahme von Qumranet im September 2008 an Red Hat übergingen. Zu den Technologien zählen diverse Verwaltungswerkzeuge, SolidICE und das Protokoll Spice. Der Enterprise Virtualization Hypervisor (RHEV-H) besteht aus einem Red Hat Enterprise Linux (RHEL), dass jedoch von allen unnötigen Komponenten befreit wurde und so eine schlanke Basis für virtuelle Maschinen bieten kann. Mit dem Virtualization Manager stellt Red Hat Verwaltungswerkzeuge für virtuelle Maschinen, Live-Migration, Hochverfügbarkeit, Images, Snapshots und Softwareverteilung zur Verfügung und bietet darüber hinaus auch Monitoring und Reports der überwachten Systeme. Für das kommende Jahr ist zudem die Lösung Virtualization für Desktops geplant. Hiermit sollen es ermöglicht werden virtuelle Desktops in einer Infrastruktur virtuell zur Verfügung zu stellen.
Nachdem Ende September Red Hat sein Enterprise Linux in der Version 5.4 veröffentlicht hatte, kann das freie CentOS Projekt nun nachlegen. Genau wie CentOS 4.8 wurde auch diese Veröffentlichung bedingt durch interne Probleme die inzwischen jedoch behoben sind verzögert. CentOS bietet eine binärkompatible Kopie des Enterprise Linux von Red Hat, dem Marktführer freier Softwarelösungen.
Die 60.000 Mitarbeiter der niederländischen Polizei werden für ihre Infrastruktur demnächst mit Red Hat Enterprise Linux arbeiten. In Zusammenarbeit mit der vtsPN (voorziening tot samenwerking Politie Nederland) werden 500 RHEL 5 Server in Verbindung mit zwei Red Hat Network Satellite Server zusammenarbeiten wodurch nicht nur Kosten reduziert und die Wartung vereinfacht wird, durch den Einsatz wird die vorhandene Leistung schneller und besser zu skalieren gemacht.
Der amerikanische Enterprise Linux Distributor konnte erneut sowohl gegenüber dem Vorjahresquartal als auch gegenüber dem vergangenen Quartal wachsen. Die in den vergangenen drei Monaten umgesetzten 183,6 Millionen US-Dollar liegen dabei 5 Prozent über den 174,4 Millionen USD des vergangenen Quartals und 12 Prozent über dem Ergebnis des zweiten Quartals des Vorjahres. Beim Gewinn konnte das Unternehmen ebenfalls zulegen und konnte für das abgelaufene Quartal einen Gewinn von 27,5 Millionen US-Dollar ausweisen. Die gute Lage hat Red Hat unter anderem dazu genutzt um für 47 Millionen USD eigene Aktien zurückzukaufen und die Barreserven auf 911,8 Millionen US-Dollar erhöhen.
Im Gegensatz zu manch anderem Hersteller wie Microsoft die Sicherheitsberichte ihrer Produkte nicht nur vorenthalten sondern Studien dazu sogar manipulieren und klar erkennbar fälschen liefert Red Hat eine transparente Übersicht für RHEL. So wurde nun nach Veröffentlichung von RHEL 5.4 die zusammenfassende Statistik für RHEL 5.3 veröffentlicht. In den sieben Monaten nach dem Release von RHEL 5.3 haben 78 Sicherheitsupdates insgesamt 251 potentielle Sicherheitsrisiken behoben. In einer Standard Installation wären nur 51 Updates notwendig gewesen. Die Risiken verteilen sich dabei auf 9 kritische, 28 wichtige und 41 moderate oder niedrig eingestufte Sicherheitslücken. Dabei verteilen sich die kritischen Lücken mit 7 Aktualisierungen auf Mozilla Firefox, eine für KDE und eine weitere für die NSS Bibliothek. Bei einem Server Einsatz ohne Browser und KDE-Desktop habe es so nur eine kritische Lücke gegeben. Nach Angaben von Alan Cox der die Statistik erstellt hat wurden alle kritischen Fehler innerhalb eines Tags nach Veröffentlichung behoben und aktualisierte Pakete zur Verfügung gestellt. Dank Techniken wie Exec-Shield und SELinux können potentielle Sicherheitslücken oftmals trotz ihrer Schwere nicht zu einem Zugriff auf andere Anwendungen als die betroffene ausweiten.
Der Red Hat Summit 2009, der Hausmesse des amerikanischen Enterprise Linux Distributors und führenden Anbieters freier Software Red Hat fand dieses Jahr vom 01. bis zum 04. September in Chicago statt. Erstmals fand der Red Hat Summit zusammen mit der JBoss World statt, welche widerrum die Hausmesse der von Red Hat übernommenen JBoss Inc. ist. Die Verantwortlichen haben die Messe genutzt um zum einen die Version 5.4 von RHEL zu präsentieren und zum anderen einen Ausblick auf das kommende RHEL 6 zu bieten. Des Weiteren hat Red Hat die Version 5.3 des Network Satellite Servers vorgestellt. Mit dieser Lösung lassen sich Linux Systeme in einem Netzwerk zentral verwalten. Dazu zählen unter anderem Aktualisierungen und Konfigurationen der Clients. Auch virtuelle Systeme kann der Satellite Server nun bedienen und unterstützt dafür den Hypervisor KVM.
Als Resultat der Zusammenarbeit von JBoss mit der französischen Softwareschmiede eXo wurde die GateIn-Portal-Technik präsentiert, welche in die JBoss Enterprise Portal Platform integriert werden soll. Damit sollen Steuerungsfunktionen von virtuellen Portalen, Drag&Drop-Layouts, kontextabhängige Menüs, Navigationen, Sicherheits- und Zugangsadminstrationsfunktionen realisiert werden. Weitere Themen auf dem Red Hat Summit und der JBoss World waren die Erweiterung des Partnernetzwerkes und dem Projekt Savara, dass sich der Steuerung von SOA-Prozessen widmet.
Gefunden bei:
- www.heise.de - Red Hat Summit: Videos, Präsentationen und Ausblick auf RHEL6
- www.heise.de - JBoss-Projekt für die Regulierung von SOA-Prozessen
- www.heise.de - Neue JBoss-Portal-Technik GateIn
- www.heise.de - Red Hat startet neues Partner-Program
- www.heise.de - Red Hat erweitert seine Linux-System-Management-Plattform
- www.heise.de - Neue JBoss-Java-Plattform ist "Cloud"-fähig
- www.golem.de - Red Hat aktualisiert Satellite-Server
- www.pro-linux.de - Red Hat kündigt JBoss Open Choice und Java Application Platform 5.0 an
Der amerikanische Enterprise Linux Distributor Red Hat hat auf seiner Hausmesse die nächste Aktualisierung seiner Enterprise Linux Distribution veröffentlicht. Beim Red Hat Summit, der zum ersten Mal zusammen mit der JBoss World statt fand hat Red Hat Version 5.4 von RHEL präsentiert. Kunden von Red Hat mit laufenden Abonnement können bereits über das Red Hat Network auf die Installationsmedien zugreifen. Während KVM nun die Rolle des Hypervisors übernimmt, das Userspace Dateisystem FUSE voll unterstützt wird und zahlreiche Treiber aktualisiert wurden bleiben das Dateisystem Ext4, GCC 4.4, Samba 3.3 sowie die Clustertools für KVM unter dem Status einer Technology Preview wodurch sie zwar Teil der Distribution sind, Red Hat dafür aber keinen Support garantieren kann. Alle Neuerungen sind zudem den Release Notes zu entnehmen.
Bedingt durch kleinere Differenzen im Projektmanagement hat es nun fast vier Monate gebraucht bis nach der Veröffentlichung von Red Hat Enterprise Linux 4.8 im Mai diesen Jahres nun auch das CentOS Projekt die gleichnamige Distribution in der selben Version veröffentlichen konnte. Das CentOS Projekt baut aus den frei verfügbaren Quellpaketen der Enterprise Distribution von Red Hat eine freie Kopie. Nachdem die Unstimmigkeiten behoben scheinen ist davon auszugehen, dass kommende Versionen von CentOS wieder zeitnah nach den RHEL Veröffentlichungen umgesetzt werden können.

