RHEL
Im Gegensatz zu manch anderem Hersteller wie Microsoft die Sicherheitsberichte ihrer Produkte nicht nur vorenthalten sondern Studien dazu sogar manipulieren und klar erkennbar fälschen liefert Red Hat eine transparente Übersicht für RHEL. So wurde nun nach Veröffentlichung von RHEL 5.4 die zusammenfassende Statistik für RHEL 5.3 veröffentlicht. In den sieben Monaten nach dem Release von RHEL 5.3 haben 78 Sicherheitsupdates insgesamt 251 potentielle Sicherheitsrisiken behoben. In einer Standard Installation wären nur 51 Updates notwendig gewesen. Die Risiken verteilen sich dabei auf 9 kritische, 28 wichtige und 41 moderate oder niedrig eingestufte Sicherheitslücken. Dabei verteilen sich die kritischen Lücken mit 7 Aktualisierungen auf Mozilla Firefox, eine für KDE und eine weitere für die NSS Bibliothek. Bei einem Server Einsatz ohne Browser und KDE-Desktop habe es so nur eine kritische Lücke gegeben. Nach Angaben von Alan Cox der die Statistik erstellt hat wurden alle kritischen Fehler innerhalb eines Tags nach Veröffentlichung behoben und aktualisierte Pakete zur Verfügung gestellt. Dank Techniken wie Exec-Shield und SELinux können potentielle Sicherheitslücken oftmals trotz ihrer Schwere nicht zu einem Zugriff auf andere Anwendungen als die betroffene ausweiten.
Der amerikanische Enterprise Linux Distributor Red Hat hat auf seiner Hausmesse die nächste Aktualisierung seiner Enterprise Linux Distribution veröffentlicht. Beim Red Hat Summit, der zum ersten Mal zusammen mit der JBoss World statt fand hat Red Hat Version 5.4 von RHEL präsentiert. Kunden von Red Hat mit laufenden Abonnement können bereits über das Red Hat Network auf die Installationsmedien zugreifen. Während KVM nun die Rolle des Hypervisors übernimmt, das Userspace Dateisystem FUSE voll unterstützt wird und zahlreiche Treiber aktualisiert wurden bleiben das Dateisystem Ext4, GCC 4.4, Samba 3.3 sowie die Clustertools für KVM unter dem Status einer Technology Preview wodurch sie zwar Teil der Distribution sind, Red Hat dafür aber keinen Support garantieren kann. Alle Neuerungen sind zudem den Release Notes zu entnehmen.
Bedingt durch kleinere Differenzen im Projektmanagement hat es nun fast vier Monate gebraucht bis nach der Veröffentlichung von Red Hat Enterprise Linux 4.8 im Mai diesen Jahres nun auch das CentOS Projekt die gleichnamige Distribution in der selben Version veröffentlichen konnte. Das CentOS Projekt baut aus den frei verfügbaren Quellpaketen der Enterprise Distribution von Red Hat eine freie Kopie. Nachdem die Unstimmigkeiten behoben scheinen ist davon auszugehen, dass kommende Versionen von CentOS wieder zeitnah nach den RHEL Veröffentlichungen umgesetzt werden können.
Im Rahmen der Pflege seiner Produktpalette hat der amerikanische Enterprise Linux Distributor Red Hat die vierte Generation um eine weitere Aktualisierung ergänzt. Red Hat Enterprise Linux (RHEL) 4.8 bringt neben den bis dato veröffentlichten Fehlerkorrekturen auch neue Funktionen mit. Der eingesetzte Linux Kernel 2.6.9 wurde erneut um zahlreiche Treiber und Funktionen erweitert. So ermöglichte Red Hat den Kunden mit aktuellen Funktionen und Treiber dennoch höchste Stabilität und Kompatibilität. RHEL 4.8 war die letzte Version der ersten Support Phase. In dieser Phase von vier Jahren wurden nicht nur aktualisierte Software-Pakete und Fehlerkorrekturen bereitgestellt sondern auch neue Funktionen integriert. In der nun anlaufenden zweiten Phase werden nur noch Fehler behoben. Da für Kunden von Red Hat Enterprise Linux die Migration auf eine aktuelle Version keine Lizenzgebühren abverlangt sind Kunden angeraten, diese Migration ins Auge zu fassen.

