MacBook
Nachdem Apple gestern erneut ein Rekord-Quartal präsentieren konnte, veröffentlichte der Konzern am späten Abend dann direkt noch eine erneuerte Produktpalette. Aktualisiert wurde dabei die komplette iMac Serie, der MacMini wurde verbessert und um eine Server Version erweitert, das weiße MacBook wurde komplett überarbeitet und mit der Magic Mouse liefert Apple zudem nun das aus was andere Hersteller von Eingabegeräten in der Zukunft irgendwann technisch umsetzen wollen. Doch während die Magic Mouse überzeugt und der iMac begeistert ist das "Beste" am neuen MacBook eher der Preis und der MacMini verliert zunehmend an Relevanz.
Als hervorragende Idee gestartet haben jedoch viele einst begeisterte MacMini Fans mit den Monaten das Interesse an dem Gerät verloren, dass von Apple bei Aktualisierungen immer stark vernachlässigt wurde. Nach dem Start im Juli 2005 brauchte es im Schnitt 250 Tage bis zur nächsten Erneuerung die sich dann jedoch zumeist auf neuere Prozessoren und Grafikchips reduzierten. Mit der neuen Generation erhält der MacMini einmal mehr leistungsfähigere Hardware zu einem jedoch noch immer stolzen Preis. Fragwürdig ist dagegen das teuerste MacMini Modell, dass explizit als Server angeboten wird. Dabei wird zu Gunsten einer zweiten Festplatte auf das optische Laufwerk verzichtet und statt der Desktop Version Mac OS X Server vorinstalliert. Gedacht kann dieses Angebot eigentlich nur als Server für daheim gedacht sein, da er mit seiner Ausstattung bei dem Preis einfach zu unattraktiv erscheint und zudem nicht die gängigen Kriterien eines Servers erfüllt. Ausreichende Kühlung bei geringer Last doch nicht für hohe Last im Dauerbetrieb, schlechte Handhabung für Hardware Wartung dafür aber mit sehr geringem Verbrauch bei geringer Auslastung.
Mehr Aufmerksamkeit haben die Entwickler dagegen dem MacBook gewidmet. Der weiße Klassiker wird nun wie die Geräte der MacBook Pro Klasse aus einem Unibody gefertigt. Das bedeutet, dass das Gehäuse weitgehend aus einem Stück besteht und es so keine Übergänge, Kanten oder mögliche Bruchstellen gibt. Besser als bei den meisten Notebooks auf dem Markt kann beim MacBook die Unterseite als ein kompletter Deckel leicht demontiert werden und danach auf alle wichtigen Komponenten des Gerätes zugegriffen werden. Insgesamt kommt das MacBook mit einer größeren Festplatte (250GB), einem schnelleren Prozessor, einem Akku mit 7 Stunden Laufzeit, geringerem Gewicht, dem LED-Backlight Display und einem Unibody daher und kostet dabei nur noch 899,- Euro.
Beim iMac wurde hingegen die komplette Produktpalette bereinigt und renoviert. Gab es zuvor noch je zwei 20 und 24 Zoll Geräte im 16:10 Format sind es nun je zwei 21,5 bzw. 27 Zoll Modelle im 16:9 Format. Doch jetzt einmal der Reihe nach. Bei der Auflösung stehen dem Anwender nun statt zuvor 1.680 x 1.050 Pixel beim 20 Zoll und 1.920 x 1.200 Pixel beim 24 Zoll Gerät zur Verfügung sind es nun 1920 x 1080 Pixel beim 21,5 Zoll iMac und 2560 x 1440 Pixel beim 27 Zoll Modell. Ganz schön groß. Doch auch beim Prozessor und dem Arbeitsspeicher hat man nach gelegt. Waren es beim Einstiegsmodell 2GB RAM mit einem 2,66 GHz schnellen DualCore Prozessor sind es nun 3,06GHz und 4GB RAM. Das Spitzenmodell wird sogar mit einem 2,66GHz getaktetem 4-Kern Prozessor angeboten. Die erfreulichste Neuerung dürfte aber die Preisgestaltung sein. Die Einstiegsmodell kosten weiterhin 1.099,- Euro. Kostete das 24 Zoll Standard Modell jedoch noch 1.399,- bzw. das Spitzenmodell 2.099,- Euro sind es nun nur noch 1.499,- bzw. 1.799,- Euro.
Als besondere Neuerung hat Apple dann auch noch eine neue Maus vorgestellt die wie keine andere ist. Keine primären Tasten, kein Scrollrad, keine Tasten an den Seiten und auch kein Kabel. Die Magic Mouse ist die erste Multi-Touch-Maus auf dem Markt. Sie hat eine berühungsempfindliche Oberfläche und kann damit erheblich mehr als nur "Klick" machen. Über Bluetooth mit dem Mac verbunden fallen auch lästige Kabel oder Adapter weg. Während Apple die Magic Mouse nun ausliefert hat Microsoft Anfang Oktober gerade mehr mehrere plumpe unausgereifte Prototypen einer Multi-Touch Maus präsentiert.
Mit den neuen Produkten stellt sich Apple meines Erachtens gut für das kommende Weihnachtsgeschäft auf und hat mit der Veröffentlichung genau den richtigen Zeitpunkt gewählt. Ab Donnerstag dem 22.10 soll mit einiger Verspätung und bereits zahlreichen verfügbaren Sicherheitsupdates das neue Windows 7 ausgeliefert werden. Mit der Aktualisierung der Produkte dürfte man Microsoft ein wenig die Show gestohlen haben.
Gefunden bei:
- www.heise.de - Mac mini für den Server-Einsatz
- www.heise.de - MacBook-Modellpflege: Weiß und aus einem Guss
- www.heise.de - Neue iMacs mit Vierkernprozessor und 27-Zoll-Display
- www.golem.de - Weißes Plastik-MacBook mit 7 Stunden Akkulaufzeit
- www.golem.de - Mac Mini auch als Server
- www.golem.de - Neue iMacs mit Displaygrößen von 21,5 und 27 Zoll
- www.golem.de - Apples Magic Mouse: Die Maus ist das Touchpad







