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Mit dem Ende vierten Quartals präsentierte Red Hat zugleich die Zahlen für das gesamte Geschäftsjahr 2010. Im letzten Quartal stieg der Umsatz gegenüber dem Vorjahresquartal um 18 Prozent auf 195,9 Millionen US-Dollar. Mit 23,4 Millionen US-Dollar liegt der Nettogewinn sogar 46 Prozent über dem Ergebnis des Vorjahres. Insgesamt verbuchte Red Hat bei einem Umsatz von 748 Millionen US-Dollar (plus 15 Prozent) einen Gewinn von 87,3 Millionen US-Dollar (plus 11 Prozent). Darüber hinaus meldete das Unternehmen, dass man im vergangenen Jahr 350 neue Mitarbeiter eingestellt habe und in naher Zukunft für rund 300 Millionen US-Dollar eigene Aktien zurückkaufen möchte.
Während der IT-Konzern Hewlett-Packard die Erwartungen der Analysten deutlich übertreffen konnte ist bei Dell weiterhin einiges im Argen. Im ersten Finanzquartal des laufenden Geschäftsjahres konnte der Gewinn um 25 Prozent auf 2,3 Milliarden US-Dollar gesteigert werden. Der Umsatz stieg dabei von 28,8 auf 31,2 Milliarden US-Dollar. Bei Dell ging der Gewinn um 4,8 Prozent auf 334 Millionen US-Dollar zurück. Und das, obwohl der Umsatz um 11 Prozent von 13,43 auf 14,9 Milliarden US-Dollar gesteigert werden konnte.
Das Anzeigengeschäft und die Suchmaschine von Yahoo ziehen wieder an. Der Konzern, der noch vor einigen Monaten scheinbar am Ende und kurz vor dem Ausverkauf stand hat sich scheinbar erholt und legt nun wieder positive Ergebnise vor. Anders als bei Microsoft wo die mit Yahoo konkurriernede Online Services Division in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres bei einem Umsatz von 1,067 Milliarden US-Dollar bereits einen Verlust von 950 Millionen US-Dollar eingefahren hat kann Yahoo Gewinn ausweisen.
Bei einem Umsatz von 1,732 Milliarden US-Dollar konnte im Gegensatz zu den 303 Millionen US-Dollar Verlust des Vorjahresquartals ein Gewinn von 153 Millionen US-Dollar verbucht werden. Für das nun abgelaufene Geschäftsjahr steht bei einem Umsatz von 6,460 Milliarden US-Dollar ein Gewinn von 598 Millionen US-Dollar in den Büchern. Das sind Zahlen, von denen Microsoft derzeit nur träumen kann.
Auch das dritte Quartal des laufenden Geschäftsjahres brachte sowohl bei Umsatz als auch beim Gewinn ein deutliches Wachstum. Der Umsatz stieg um 18 Prozent auf 194,3 Millionen US-Dollar und brachte einen Gewinn von 19,8 Millionen US-Dollar. Mit 85 Prozent des Gesamtumsatzes oder 164,4 Millionen US-Dollar brachten die Support Verträge für die Software Angebote den Großteil der Einnahmen.
Der Software-Konzern Adobe gehört dieser Tage noch zu jenen, die schlechte Quartalsberichte auf die Wirtschaftskrise schieben. Bei einem Umsatz von 757,3 Millionen US-Dollar (- 17 Prozent) wurde aus dem Gewinn von 245,9 Millionen US-Dollar des Vorjahresquartals nun ein Verlust von 32 Millionen US-Dollar. Für das gesamte Geschäftsjahr steht so nun ein Umsatz von 2,946 Milliarden US-Dollar (- 18 Prozent) auf der einen Seite und ein um 56 Prozent gefallener Gewinn von 386,5 Millionen US-Dollar auf der anderen. Der Adobe-Chef Shantanu Narayen geht aber für das kommende Geschäftsjahr dank starker Nachfrage bei den Kunden von einem besseren Ergebnis aus.
Der einstige Netzwerkspezialist Novell passt seine Konzernstruktur den neuen Gegebenheiten an und legt einige seiner Geschäftsbereiche zusammen. Nachdem die einstigen Kernbereiche weiterhin mit jedem Quartal kontinuierlich an Umsatz verlieren und nur die Geschäfte mit Linux (mit der Hilfe von Microsoft) wachsen können legt man nun "Identity und Security Management", "Systems und Resource Management" und "Open Platform Solutions" in den neuen Bereich "Security, Management and Operating Platforms" zusammen. Die größeren Bereiche Workgroup und Services werden dagegen in dem Bereich "Collaboration Solutions" geführt.
Aufträge von öffentlichen Einrichtungen müssen in der Schweiz genau wie in den meisten anderen Ländern dieser Welt öffentlich ausgeschrieben werden um jedem Unternehmen die Möglichkeit zu geben sich für diesen Auftrag zu bewerben. In der Schweiz hat das Bundesamt für Bauten und Logistik (BBL) diese Vorgabe ignoriert und einen Millionenauftrag ungeprüft an Microsoft vergeben. Dieses Fehlverhalten wurde im Mai 2009 publik und hatte für Unmut bei Dienstleistern und Steuerzahlern gesorgt. Begründet wurde die eigenhändige Vergabe mit der Lüge, dass keine Alternativen für die eingesetzte Software existieren. Dies klingt aber eindeutig nach den Verkaufsargumenten von Microsoft. Die Swiss Open Systems User Group hat diese haltlosen Behauptungen jedoch komplett widerlegt wodurch eine eigenhändige Vergabe niemals hätte stattfinden dürfen. Da sich die Schweizer Bundesbehörde BBL noch immer nicht mit den Open-Source-Dienstleistern einigen konnte und auch in Zukunft Projekte jeder Größe eigenhändig vergeben möchte wurde der Vorgang an das Bundesverwaltungsgericht übergeben.
Die Customer Releationship Management-Lösung SugarCRM 5.5 bietet mit dem neuen Mobile Studio Editor erweiterte Möglichkeiten um das System für die Ausgabe auf mobilen Geräten anzupassen und zu optimieren. Dynamische Team-Funktionen, ein neues Theme-Framework, erweiterte Funktionen zur Passwortverwaltung um unter anderem die erforderliche Stärke vorzugeben und Benutzer nach mehrfach fehlgeschlagenen Anmeldungen zu blockieren sowie ein verbessertes Web Services Framework gehören zu den wichtigsten Neuerungen.
Umfassend wurde über die Krise berichtet, viel wurde über eine neue Zeit der Bescheidenheit diskutiert und so mancher Großkonzern wurde bereits für tot erklärt. Nach zahlreichen Quartalsmeldungen diverser Unternehmen die diese Spekulationen in Frage stellten legen andere noch nach. So werfen HP, Cisco und Dell mit Milliarden um sich und versuchen wo es nur geht sich in eine bessere Position zu bringen während Samsung und Philips ihre Gewinne vervielfachen konnten.
- Übernahmen
- Der Computerkonzern Hewlett-Packard will für nicht weniger als 2,7 Milliarden US-Dollar durch die Übernahme des Netzwerkspezialisten 3Com seinen direkten Konkurrenten Cicso angreifen.
- Nachdem Hewlett-Packard mit der Übernahme von EDS bereits stärker in das von IBM dominierte Geschäft von Service-Leistungen eingestiegen ist, will nun Dell mit der Übernahme von Perot-Systems nachziehen. Der Schritt kostet den Konzern rund 3,9 Milliarden US-Dollar und soll zudem die Abhängigkeit von der eigenen Hardware-Sparte reduzieren.
- Cisco widerrum hat bei der geplanten Übernahme von Tandberg erneut nach gelegt und ist nun bereit 2,3 Milliarden Euro zu investieren um auf dem Wachstumsmarkt der Videokonferenzen eine vorteilhafte Position ergattern zu können.
- Quartalszahlen
- Samsung steigerte im dritten Quartal des Geschäftsjahres den Gewinn auf 2,12 Milliarden Euro. Das Dreifache des Vorjahresquartals. Beim Umsatz brachte eine Steigerung von 29 Prozent ein Ergebnis von 14,177 Milliarden Euro.
- Der Gewinn von 176 Millionen Euro bedeutet für Philips ebenfalls eine Verdreifachung gegenüber dem Vorjahresquartal. Da der Umsatz jedoch von 6,33 Milliarden Euro auf 5,62 Milliarden Euro gefallen ist, kann man den Gewinn eher auf Einsparungen zurückführen die unter anderem durch den Abbau von bis zu 6.000 Arbeitsplätzen erreicht wurden.
Gefunden bei:
- www.heise.de - HP will 3Com kaufen
- www.heise.de - Cisco kündigt weitere Milliarden-Übernahme an
- www.heise.de - Samsung Electronics verdreifacht Quartalsgewinn
- www.heise.de - Cisco lässt bei Tandberg-Offerte nicht locker
- www.heise.de - Cisco stockt Tandberg-Offerte auf
- www.heise.de - Cisco will Tandberg kaufen
- www.heise.de - Dell kauft den IT-Dienstleister Perot Systems
- www.golem.de - HP kauft Netzwerkausrüster 3Com für 2,7 Milliarden US-Dollar
- www.golem.de - Cisco kauft Starent Networks für 2,9 Milliarden US-Dollar
- www.golem.de - Dell plant nach 4-Milliarden-Deal weitere Zukäufe
- www.golem.de - Philips kann Nettogewinn verdreifachen
- www.golem.de - Samsung kann Gewinn fast verdreifachen
- www.golem.de - Cisco kauft Tandberg
- www.golem.de - Dell kauft Perot Systems
Die Open-Source Datenbank MySQL, aktuell im Besitz von SUN Microsystems, könnte für Oracle zum entscheidenden Stolperstein bei der Übernahme der Unix und Server-Spezialisten werden. Bedenken kommen dabei sowohl von Konkurrenten als auch von den ehemaligen Besitzern von MySQL sowie den Verantwortlichen der EU-Kommission. Auch wenn MySQL freie Software ist hat ein Fork dessen nicht automatisch die gleichen Chancen am Markt. Sowohl der Markenname MySQL als auch die Belegschaft der Entwickler, der Kundenstamm und die proprietären Erweiterungen verhindern einen gleichwertigen freien Ersatz. So wäre die populärste freie Datenbank die zudem auch noch zu den Konkurrenten der Oracle Lösung zählt auf einmal in dessen Besitz. Die einzig verbliebene Alternative wäre dann PostGreSQL. Diese Bedenken teilt auch die EU-Kommission weswegen man nun öffentlich die Übernahme von SUN durch Oracle in Frage gestellt hat. Obgleich Oracle bereits Zukunftspläne für die diversen Produkte von SUN präsentiert hat ist es fraglich, ob ein Verkauf von MySQL nicht die einzig tragbare Lösung sein wird. Fraglich ist dabei nur, welches Unternehmen als möglicher Käufer in Frage kommen würde oder ob es am Ende vielleicht eine Partnerschaft von Investoren sein wird.
Gefunden bei:
- www.heise.de - Monty Widenius fordert Oracle zum Verkauf von MySQL auf
- www.heise.de - Stallman gegen MySQL-Übernahme durch Oracle
- www.heise.de - FSFE: Lasst MySQL frei!
- www.heise.de - Oracle konkretisiert Pläne zu Suns Open-Source-Produkten
- www.heise.de - Bericht: Oracle droht Widerstand der EU gegen Sun-Übernahme
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- www.golem.de - EU könnte Sun-Übernahme wegen MySQL untersagen
- www.golem.de - EU ist gegen eine Übernahme von Sun durch Oracle
- www.pro-linux.de - Widerstand gegen MySQL-Übernahme durch Oracle
- www.pro-linux.de - Oracle konkretisiert Zukunft von Sun-Produkten
- www.pro-linux.de - EU-Kommission äußert Bedenken gegen Übernahme von Sun durch Oracle

