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Nach rechtlichen Rückschlägen in aller Welt und der Milliardenstrafe der EU geht es dem Chip-Giganten Intel nun auch in den Staaten an den Kragen. Der Generalstaatsanwalt Andrew Cuomo erhebt dabei die selben Vorwürfe wie die EU-Kommission. Intel habe die Preise künstlichn hochgetrieben, dem Markt durch großzügige Subventionen alternative Lösungen vorenthalten und versucht den Hauptkonkurrenten aus dem Markt zu drängen. Nach Angaben des Generalstaatsanwaltes habe Intel jedes Jahr mehrere hundert Millionen US-Dollar bis mehrere Milliarden US-Dollar ausgegeben um Computer-Hersteller an sich zu binden. So hat Hewlett-Packard angeblich mehrere hundert Millionen US-Dollar erhalten wenn es nicht mehr als 5 Prozent seiner Rechner mit AMD Prozessor verkauft, später wurde diese Abmachung erweitert wofür Intel fast eine Milliarde US-Dollar gezahlt haben soll. Auch IBM und Dell haben Millionen-Summen erhalten um den Vertrieb von AMD Produkten zu behindern.
Die größten und sicherlich bekanntesten Online-Händler Amazon und eBay erlebten in den vergangenen Jahren ganz unterschiedliche Entwicklungen. Das Auktionshaus eBay konnte nach anfänglicher Begeisterung immer weiter wachsen, den Umsatz leicht und den Gewinn deutlich steigern. Bis 2007 ging dies auch gut doch immer mehr Einschränkungen für Käufer und vor allem Verkäufer sowie sinnfreie Änderungen, Regulierungen und eine Flut an Händlern haben viele Nutzer abwandern lassen. Kunden fanden kaum noch die typischen Flomarkt Angebote, Privatpersonen als Verkäufer konnten nicht mehr problemlos einstellen, da sie obwohl sie eigenen Trödel verkauften schnell als Gewerbetreibende gebrandmarkt wurden und Händler erlebten immer mehr Vorschriften. Keine realen Bewertungen mehr an Käufer, hohe Gebühren und zuletzt die Vorgabe versandkostenfrei liefern zu müssen. Das Resultat dieses Regulierungswahns spiegelt sich in den Quartalsberichten wieder. So ist der Umsatz nach einiger Stagnation zwar wieder gewachsen, auf einen Zeitraum von zwei Jahren gesehen jedoch nur um 18 Prozent. Der Gewinn sankt dagegen von knapp 600 Millionen US-Dollar Ende 2007 auf inzwischen nur noch 349 Millionen US-Dollar. Im Vergleich zum Vorjahr sind die eine Umsatzsteigerung von 6 Prozent bei einem Rückgang des Gewinns um 29 Prozent.
Besser scheint es da bei Amazon zu laufen. Die letzten Erfolge des E-Book-Readers Kindle tragen nicht unwesentlich dazu bei. Im gleichen Zeitraum konnte Amazon von Ende 2007 bis jetzt den Umsatz um 67 Prozent und den Gewinn um 148 Prozent steigern. Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Gewinn auf 199 Millionen US-Dollar (plus 68 Prozent) bei einem Umsatzwachstum von 1,185 Milliarden US-Dollar (plus 28 Prozent). Vielleicht ist es für eBay an der Zeit sich wieder auf alte Stärken zu besinnen und sollte nicht versuchen als Online-Einzelhändler mit Neuware gegen Amazon anzutreten sondern das Modell der Auktionen wieder attraktiver machen und Kunden gewinnen die eBay verlassen haben.
Nachdem Apple gestern erneut ein Rekord-Quartal präsentieren konnte, veröffentlichte der Konzern am späten Abend dann direkt noch eine erneuerte Produktpalette. Aktualisiert wurde dabei die komplette iMac Serie, der MacMini wurde verbessert und um eine Server Version erweitert, das weiße MacBook wurde komplett überarbeitet und mit der Magic Mouse liefert Apple zudem nun das aus was andere Hersteller von Eingabegeräten in der Zukunft irgendwann technisch umsetzen wollen. Doch während die Magic Mouse überzeugt und der iMac begeistert ist das "Beste" am neuen MacBook eher der Preis und der MacMini verliert zunehmend an Relevanz.
Als hervorragende Idee gestartet haben jedoch viele einst begeisterte MacMini Fans mit den Monaten das Interesse an dem Gerät verloren, dass von Apple bei Aktualisierungen immer stark vernachlässigt wurde. Nach dem Start im Juli 2005 brauchte es im Schnitt 250 Tage bis zur nächsten Erneuerung die sich dann jedoch zumeist auf neuere Prozessoren und Grafikchips reduzierten. Mit der neuen Generation erhält der MacMini einmal mehr leistungsfähigere Hardware zu einem jedoch noch immer stolzen Preis. Fragwürdig ist dagegen das teuerste MacMini Modell, dass explizit als Server angeboten wird. Dabei wird zu Gunsten einer zweiten Festplatte auf das optische Laufwerk verzichtet und statt der Desktop Version Mac OS X Server vorinstalliert. Gedacht kann dieses Angebot eigentlich nur als Server für daheim gedacht sein, da er mit seiner Ausstattung bei dem Preis einfach zu unattraktiv erscheint und zudem nicht die gängigen Kriterien eines Servers erfüllt. Ausreichende Kühlung bei geringer Last doch nicht für hohe Last im Dauerbetrieb, schlechte Handhabung für Hardware Wartung dafür aber mit sehr geringem Verbrauch bei geringer Auslastung.
Mehr Aufmerksamkeit haben die Entwickler dagegen dem MacBook gewidmet. Der weiße Klassiker wird nun wie die Geräte der MacBook Pro Klasse aus einem Unibody gefertigt. Das bedeutet, dass das Gehäuse weitgehend aus einem Stück besteht und es so keine Übergänge, Kanten oder mögliche Bruchstellen gibt. Besser als bei den meisten Notebooks auf dem Markt kann beim MacBook die Unterseite als ein kompletter Deckel leicht demontiert werden und danach auf alle wichtigen Komponenten des Gerätes zugegriffen werden. Insgesamt kommt das MacBook mit einer größeren Festplatte (250GB), einem schnelleren Prozessor, einem Akku mit 7 Stunden Laufzeit, geringerem Gewicht, dem LED-Backlight Display und einem Unibody daher und kostet dabei nur noch 899,- Euro.
Beim iMac wurde hingegen die komplette Produktpalette bereinigt und renoviert. Gab es zuvor noch je zwei 20 und 24 Zoll Geräte im 16:10 Format sind es nun je zwei 21,5 bzw. 27 Zoll Modelle im 16:9 Format. Doch jetzt einmal der Reihe nach. Bei der Auflösung stehen dem Anwender nun statt zuvor 1.680 x 1.050 Pixel beim 20 Zoll und 1.920 x 1.200 Pixel beim 24 Zoll Gerät zur Verfügung sind es nun 1920 x 1080 Pixel beim 21,5 Zoll iMac und 2560 x 1440 Pixel beim 27 Zoll Modell. Ganz schön groß. Doch auch beim Prozessor und dem Arbeitsspeicher hat man nach gelegt. Waren es beim Einstiegsmodell 2GB RAM mit einem 2,66 GHz schnellen DualCore Prozessor sind es nun 3,06GHz und 4GB RAM. Das Spitzenmodell wird sogar mit einem 2,66GHz getaktetem 4-Kern Prozessor angeboten. Die erfreulichste Neuerung dürfte aber die Preisgestaltung sein. Die Einstiegsmodell kosten weiterhin 1.099,- Euro. Kostete das 24 Zoll Standard Modell jedoch noch 1.399,- bzw. das Spitzenmodell 2.099,- Euro sind es nun nur noch 1.499,- bzw. 1.799,- Euro.
Als besondere Neuerung hat Apple dann auch noch eine neue Maus vorgestellt die wie keine andere ist. Keine primären Tasten, kein Scrollrad, keine Tasten an den Seiten und auch kein Kabel. Die Magic Mouse ist die erste Multi-Touch-Maus auf dem Markt. Sie hat eine berühungsempfindliche Oberfläche und kann damit erheblich mehr als nur "Klick" machen. Über Bluetooth mit dem Mac verbunden fallen auch lästige Kabel oder Adapter weg. Während Apple die Magic Mouse nun ausliefert hat Microsoft Anfang Oktober gerade mehr mehrere plumpe unausgereifte Prototypen einer Multi-Touch Maus präsentiert.
Mit den neuen Produkten stellt sich Apple meines Erachtens gut für das kommende Weihnachtsgeschäft auf und hat mit der Veröffentlichung genau den richtigen Zeitpunkt gewählt. Ab Donnerstag dem 22.10 soll mit einiger Verspätung und bereits zahlreichen verfügbaren Sicherheitsupdates das neue Windows 7 ausgeliefert werden. Mit der Aktualisierung der Produkte dürfte man Microsoft ein wenig die Show gestohlen haben.
Gefunden bei:
- www.heise.de - Mac mini für den Server-Einsatz
- www.heise.de - MacBook-Modellpflege: Weiß und aus einem Guss
- www.heise.de - Neue iMacs mit Vierkernprozessor und 27-Zoll-Display
- www.golem.de - Weißes Plastik-MacBook mit 7 Stunden Akkulaufzeit
- www.golem.de - Mac Mini auch als Server
- www.golem.de - Neue iMacs mit Displaygrößen von 21,5 und 27 Zoll
- www.golem.de - Apples Magic Mouse: Die Maus ist das Touchpad
Wenig überraschend aber noch sehnlichst erwartet hat das Unternehmen aus Cupertino neue Rekorde aufgestellt. Das vierte und letzte Quartal des Geschäftsjahres brachte Apple bei einem Umsatz von 9,87 Milliarden US-Dollar einen Gewinn von 1,67 Milliarden US-Dollar. Das sind gegenüber dem Vorjahresquartal 25 Prozent mehr Umsatz und 47 Prozent mehr Gewinn. Während wie überall die Umsätze mit stationären Rechnern zurückgingen konnten Notebooks erneut zulegen. Im vergangenen Quartal waren dies 787.000 Mac Rechner (minus 16 Prozent) und 2,27 Millionen Notebooks (plus 35 Prozent). Dem gegenüber stehen jedoch 10,12 Millionen verkaufte iPods und 7,37 Millionen iPhones. Nachdem Apple vom Computerkonzern zum iPod Konzern wurde scheint das nächste erfolgreiche Kind wohl nun das iPhone zu werden.
Während andere Unternehmen in den vergangenen Monaten immer wieder schlechte Quartalsberichte auf die angebliche Wirtschaftskrise geschoben haben kann IBM erneut überzeugende Zahlen vorlegen. Im abgelaufenen Quartal brachte ein Umsatz von 23,57 Milliarden US-Dollar (minus 6,9 Prozent) dennoch einen um 14 Prozent gestiegenen Gewinn von 3,21 Milliarden US-Dollar. Für das gesamte Geschäftsjahr sieht IBM die Geschäfte wieder stärker anziehen und hat die Gewinnprognose von 9,70 US-Dollar je Aktie auf 9,85 US-Dollar angehoben.
Gewinne kann AMD zwar nicht präsentieren, dafür konnte der Verlust von 134 Millionen US-Dollar aus dem Vorjahresquartal auf 128 Millionen US-Dollar reduzieren. Im letzten Quartal lag der Verlust sogar noch bei 335 Millionen US-Dollar. Die stärkere Nachfrage auf dem PC-Markt brachte dem Unternehmen einen Quartalsumsatz von 1,4 Milliarden US-Dollar. Dies sind zwar 22 Prozent weniger als noch vor einem Jahr, Experten gingen jedoch von einem Umsatz von nur 1,3 Milliarden US-Dollar aus.
Auch bei Intel, dem größten Konkurrenten von AMD gingen die Umsätze zurück. So kam man nach 10,2 Milliarden US-Dollar aus dem Vorjahr nun nur noch auf 9,4 Milliarden US-Dollar. Darunter hatte auch der Gewinn zu leiden, der um 8 Prozent auf 1,9 Millionen US-Dollar fiel.
Gefunden bei:
- www.heise.de - IBM hebt nach Gewinnzuwachs Prognose an
- www.heise.de - AMD bleibt in den roten Zahlen
- www.heise.de - Verbrauchernachfrage treibt Intels Umsatz
- www.golem.de - IBM macht hohen Gewinn trotz Umsatzrückgang
- www.golem.de - AMD macht weniger Verlust als erwartet
- www.golem.de - Intel macht 1,9 Milliarden US-Dollar Quartalsgewinn
Der Handy Hersteller kämpft weiterhin mit stärker werdender Konkurrenz. Das dritte Quartal brachte einen Umsatz von 9,81 Milliarden Euro, was 20 Prozent unter dem Ergebnis des Vorjahresquartals liegt. Bedingt durch hohe Abschreibungen verzeichnete man zudem einen Verlust von 559 Millionen Euro. Auch wenn der Marktanteil bei reinen Handys nahezu stabil blieb, ist man bei Smartphones immer weiter zurückgefallen. Blackberry von RIM, das iPhone von Apple, zahlreiche Anbieter mit Googles Plattform Android sowie das wieder agierende PALM drängen stärker in den lukrativen Markt der Smartphones.
Der amerikanische Enterprise Linux Distributor konnte erneut sowohl gegenüber dem Vorjahresquartal als auch gegenüber dem vergangenen Quartal wachsen. Die in den vergangenen drei Monaten umgesetzten 183,6 Millionen US-Dollar liegen dabei 5 Prozent über den 174,4 Millionen USD des vergangenen Quartals und 12 Prozent über dem Ergebnis des zweiten Quartals des Vorjahres. Beim Gewinn konnte das Unternehmen ebenfalls zulegen und konnte für das abgelaufene Quartal einen Gewinn von 27,5 Millionen US-Dollar ausweisen. Die gute Lage hat Red Hat unter anderem dazu genutzt um für 47 Millionen USD eigene Aktien zurückzukaufen und die Barreserven auf 911,8 Millionen US-Dollar erhöhen.
Nach der Studie "Der Trend von UNIX zu Linux in SAP-Rechenzentren" setzen immer mehr SAP Installationen auf das freie Betriebssystem Linux. Mehr als zwei Drittel aller Migrationen zu Linux-Lösungen kommen dabei von UNIX. Die größten Verlierer sind dabei HP-UX und AIX mit Verlusten von 40,9 bzw. 18,2 Prozent.
Nachdem lange spekuliert wurde und die Verantwortlichen bei eBay schon laut darüber nachgedacht haben sich von der VoIP Lösung Skype zu trennen ist es nun offiziell. Insgesamt gibt eBay 65 Prozent der Beteiligung an Skype für rund 1,9 Milliarden US-Dollar an Investoren ab. Durch diese Verteilung wird Skype mit 2,7 Milliarden US-Dollar bewertet was leicht über dem Kaufpreis von 2,6 Milliarden US-Dollar von 2005 liegt als eBay Skype übernahm.
Nach den nun vorliegenden Zahlen des abgelaufenen dritten Quartals des Geschäftsjahres zeigt sich einmal mehr deutlich, wohin sich der einstige Netware Anbieter Novell entwickelt. Der Umsatz ging wie in den Quartalen der letzten Jahre weiter zurück und nur die Sparte Linux mit den von der SUSE AG Ende 2003 erworbenen Linux Distribution verzeichnet Umsatzsteigerungen und Gewinne. So waren es erneut das einstige Kerngeschäft was an Umsatz einbüßte. Der Bereich Identity, Access and Compliance Management brachte mit 28 Millionen US-Dollar 16 Prozent weniger Umsatz in die Kassen von Novell. Bei Systems and Resource Management bedeuten ein Rückgang von 15 Prozent nur noch 40 Millionen US-Dollar Umsatz und die Workgroup-Produkte verloren 12 Prozent und brachten es auf nun 81 Millionen US-Dollar. Der Bereich Open Platform Solutions kam dagegen nach einem Zuwachs von 22 Prozent auf 40 Millionen US-Dollar Umsatz wovon alleine das Geschäft mit Linux 38 Millionen ausmachte. Somit sind die Angebote von Support mit freier Software inzwischen die zweitstärkste Sparte des Unternehmens.







