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Michael Köchling

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Business

CentOS 5.3 LiveCD und Directory Server Logo

Mit der Bereitstellung des CentOS Directory Server (CDS) kann das CentOS Projekt nun neben der binärkompatiblen Kopie von Red Hat Enterprise Linux auch eine frei verfügbar Version des Verzeichnisdienstes des amerikanischen Linux Distributors anbieten. Verzeichnisdienste sind skalierbare Lösungen für die Identitätsverwaltung in Unternehmen. Der CentOS Directory Server beruht dabei auf den frei verfügbaren Quellen des Red Hat Directory Servers welcher wiederum auf der Arbeit des Fedora Projektes am 389 Directory Server basiert. Die Technologie hierfür hatte Red Hat im September 2004 durch den Kauf von Netscape Security Solutions erworben und als freie Software zur Verfügung gestellt. Zeitgleich haben die CentOS Entwickler wie zuvor auch schon für die aktuelle Version ihrer Distribution auch eine LiveCD veröffentlicht.
Gefunden bei:
  • www.heise.de - CentOS: Directory Server und Live-CD
  • www.golem.de - CentOS veröffentlicht Verzeichnisserver
  • www.pro-linux.de - CentOS stellt Directory Server vor
  • www.pro-linux.de - CentOS 5.3 LiveCD freigegeben
Michael Köchling — 2009-05-28

Red Hat Enterprise Linux 4.8 Logo

Im Rahmen der Pflege seiner Produktpalette hat der amerikanische Enterprise Linux Distributor Red Hat die vierte Generation um eine weitere Aktualisierung ergänzt. Red Hat Enterprise Linux (RHEL) 4.8 bringt neben den bis dato veröffentlichten Fehlerkorrekturen auch neue Funktionen mit. Der eingesetzte Linux Kernel 2.6.9 wurde erneut um zahlreiche Treiber und Funktionen erweitert. So ermöglichte Red Hat den Kunden mit aktuellen Funktionen und Treiber dennoch höchste Stabilität und Kompatibilität. RHEL 4.8 war die letzte Version der ersten Support Phase. In dieser Phase von vier Jahren wurden nicht nur aktualisierte Software-Pakete und Fehlerkorrekturen bereitgestellt sondern auch neue Funktionen integriert. In der nun anlaufenden zweiten Phase werden nur noch Fehler behoben. Da für Kunden von Red Hat Enterprise Linux die Migration auf eine aktuelle Version keine Lizenzgebühren abverlangt sind Kunden angeraten, diese Migration ins Auge zu fassen.
Gefunden bei:
  • www.heise.de - Red Hat Enterprise Linux 4.8 freigegeben
  • www.golem.de - Red Hat Enterprise Linux 4.8 erschienen
  • www.pro-linux.de - RHEL 4.8 veröffentlicht
Michael Köchling — 2009-05-19

SAP von der Krise ausgebremst Logo

Der deutsche Software-Konzern SAP leidet wie etliche andere Unternehmen dieser Tage unter der weiterhin anhaltenden Wirtschaftskrise. So brachte das erste Quartal des Geschäftsjahres einen Umsatz von 2,4 Milliarden Euro (minus 3 Prozent).
Gefunden bei:
  • www.heise.de - SAP hat es stärker als erwartet erwischt
  • www.golem.de - SAP: 33 Prozent weniger Softwarelizenzen verkauft
Michael Köchling — 2009-04-29

SUN rutscht tiefer in die roten Zahlen Logo

Nachdem es in den Geschäftsjahren 2007 und 2008 so schien, als würde es mit dem UNIX und Server-Spezialisten wieder aufwärts gehen, rutscht SUN Microsystems im Geschäftsjahr 2009 immer tiefer ins Minus. Während man im Vorjahr bei einem Umsatz von 3,266 Milliarden US-Dollar mit einem Verlust von 34 Millionen US-Dollar nur knapp in den Miesen war brachte ein um 46 Millionen USD gesunkener Umsatz von 3,220 Milliarden USD nun einen Verlust von 209 Millionen USD. Wie das Portfolio von SUN Microsystems bereits ein Jahr nach der geplanten Übernahme durch Oracle bereits mit 1,5 Milliarden US-Dollar zum operativen Gewinn beitragen soll bleibt bei den aktuellen Ergebnissen sehr fraglich.
Gefunden bei:
  • www.heise.de - Sun: Die Braut trägt Rot
  • www.golem.de - Sun Microsystems: Verlust steigt und Umsatz fällt
Michael Köchling — 2009-04-29

Oracle greift nach SUN Microsystems Logo

Larry Ellison hat erneut zugeschlagen und sein Unternehmen Oracle mit einer erneut gewaltigen Übernahme erweitert. Einst als Datenbank Spezialist gestartet, hatte Oracle in den vergangenen Jahren Milliarden US-Dollar investiert, um im Bereich der Business Software mit dem deutschen Konzern SAP konkurieren zu können. Im Januar 2005 waren es 10,5 Milliarden US-Dollar für die feindliche Übernahme von PeopleSoft. Nur ein Jahr später wurden dann Siebel Systems für 5,85 Milliarden US-Dollar übernommen. In diesem Jahresrhythmus ging es dann weiter als man 2007 für 3,3 Milliarden US-Dollar Hyperion Solutions und 2008 dann BEA Systems für 8,5 Milliarden US-Dollar kaufte. Nun haben wir 2009 und Oracle schlägt erneut zu. SUN Microsystems soll für 7,4 Milliarden US-Dollar aus Oracle einen Komplett-Anbieter machen, der neben Business-Software und Datenbank nun auch Betriebssystem und Hardware aus einer Hand liefern kann. Mit diesen mehr als 35 Milliarden US-Dollar an Investitionen tritt Oracle in die Fußstapfen von IBM.
Unternehmen Jahresumsatz Mitarbeiter Portfolio
IBM 103,60 Mrd. USD (2008) 386,558 (2007) Hardware, Computerkomponenten, Betriebssystem, Datenbank, Business Anwendungen und Dienstleistungen
Oracle 22,40 Mrd. USD (2008) 74.757 (2008) Hardware, Computerkomponenten, Betriebssystem, Datenbank, Business Anwendungen und Dienstleistungen
SAP 11,70 Mrd. EUR (2008) 51.500 (2008) Business Anwendungen und Dienstleistungen
Im Gegensatz zu den früheren Übernahmen, wo es oft nur um Kundendaten oder eher im Unternehmensumfeld bekannte Software-Lösungen ging, hat Oracle durch SUN Microsystems mit Java nicht nur die Kernkomponente der meisten Enterprise Anwendungen erworben sondern auch solch populäre Produkte wie GlassFish, MySQL, NetBeans, Solaris/OpenSolaris, die SPARC Prozessor-Technologie, StarOffice/OpenOpffice.org und xVM/VirtualBox.
  • GlassFish
    • Der unter einer freien Lizenz stehende Java EE Server dürfte für Oracle kaum von Bedeutung sein und könnte als reines Community Projekt enden.
  • Java
    • Java ist und bleibt die Kerntechnologie zahlreicher Business-Anwendungen. Doch auch Java steht unter einen freien Lizenz. Oracle wird die Entwicklung von Java nicht nur beibehalten sondern stark ausbauen müssen.
  • MySQL
    • Auch wenn Oracle bereits über mehrere Datenbanken verfügt, decken diese dennoch nicht alle Einsatzbereiche des Marktes ab. Während die hauseigene Datenbank nur im oberen Enterprise Bereich zum Einsatz kommt kann man mit MySQL nun auch den einfachen Einsatz bei Webhostern und kleineren Unternehmen abdecken. Abzuwarten bleibtn, ob der Entwicklungstrend von MySQL Richtung Enterprise nun zurückgefahren wird. Da MySQL jedoch ebenfalls unter einer freien Lizenz steht und es mit Drizzle nicht nur einen sehr interessanten Fork sondern mit ProstGreSQL einen gereiften Konkurrenten gibt, ist Oracle gut beraten, wenn sie auch MySQL weiter pflegen und entwickeln.
  • NetBeans
    • Neben Eclipse ist NetBeans sicher eine der besten Entwicklungsumgebungen für ernsthafte Programmierer. Auf dieses mächtige Entwicklungswerkzeug zu verzichten macht keinen Sinn.
  • Solaris/OpenSolaris
    • Das UNIX-Betriebssystem ist die Basis unzähliger Enterprise-Server die höchsten Ansprüchen entsprechen müssen. So dient Solaris oft als Betriebssystem für Datenbankserver mit der Oracle DB. Hier kann Oracle nun ein Paket aus Betriebssystem und Software anbieten. Das Solaris vernachlässigt werden könnte, kann eigentlich ausgeschlossen werden.
  • SPARC Prozessor
    • Die SPARC (Scalable Processor ARChitecture) Mikroprozessor-Architektur gehört zu den leistungsfähigsten Prozessor-Architekturen und hebt sich in vielen Bereichen weit von der Performance bekannter x86 Lösungen wie von Intel oder AMD ab. Für größere Server mit hohem Leistungsbedarf ist der aktuelle UltraSPARC T2 die optimale Lösung. Der Prozessor rundet das Komplettpaket mit Solaris und Oracle DB nahezu perfekt ab.
  • StarOffice/OpenOffice.org
    • Auch wenn SUN Microsystems mit StarOffice keine Bäume ausgerissen hat, so ist OpenOffice.org mit Abstand die Office Komplett-Lösung neben Microsoft Office. Das unter der freien LGPL Lizenz stehende Office Paket wird aktuell mehrheitlich von SUN Microsystems Mitarbeitern entwickelt. Ob Oracle dieses eher kostenintensive Engagement uneingeschränkt fortführen wird ist fraglich. Bei all seinen Aktivitäten hat Larry Ellison immer klar gezeigt, dass es ihm um eine effektive Gewinnausbeute ging. Möglich ist, dass die OpenOffice.org Community und die unterstützenden Unternehmen mehr Arbeit der Entwicklung übernehmen werden müssen.
  • xVM/VirtualBox
    • Neben VMWare sicher die bekannteste und am besten entwickelte Desktop-Virtualisierung. Mit xVM bot SUN Microsystems darüber hinaus auch ein darauf aufbauendes Enterprise Produkt an. Da der Markt der Virtualisierung derzeit richtig aufblüht, könnte Oracle sich urplötzlich in die Riege der Virtualisierungsanbieter einreihen und so zu Cisco (Xen), Red Hat (KVM) und EMC (VMWare) in Konkurrenz treten. Auch hier handelt es sich um ein freies Projekt.
Die Übernahme bringt für zahlreiche Projekte und Firmen viele Fragen und wird sicher intensiv beobachtet werden. Für Oracle könnte die Übernahme der entscheidende Schritt gewesen sein, um mit all den Lösungen nun endlich das erhoffte organische Wachstum antreiben zu können, dass in den vergangenen Jahren kaum existent war.
Gefunden bei:
  • www.heise.de - Oracle übernimmt Sun
  • www.golem.de - Oracle kauft Sun
  • www.pro-linux.de - Oracle übernimmt Sun
Michael Köchling — 2009-04-20
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