Auf dem Markt der Smartphones tut sich etwas. Seit Apple mit dem iPhone in den Markt der Smartphones eingetreten ist wanken die Positionen der Vetaranen. Während Research In Motion (RIM) mit dem Blackberry mal wieder stärker zulegen konnte konnte Nokia seine Position nur festigen. Nach starken Wachstumsraten in der ersten Zeit wächst Apple nun ebenfalls deutlich langsamer. Der aktueller Neuling Google schafft mit der Android Plattform dagegen eine überraschend starke Akzeptanz. Der ewige Verlierer der vergangenen Jahre bleibt Microsoft mit Windows Mobile. Nach den Erhebungen der Marktforscher von Canalys kommt Nokia mit 16,41 Millionen verkauften Geräten auf einen Marktanteil von 39,7 Prozent. Ein Wachstum von 40,8 Prozent brachten die 8,52 Millionen Blackberrys ihren Hersteller mit einem Marktanteil von 20,6 Prozent auf Platz 2. Platz 3 gehört vorerst Apple die mit 7,36 Millionen iPhones 17,8 Prozent des Marktes einnehmen konnten. Mit deutlichem Abstand folgen HTC und Fujitsu mit jeweils 5,3 bzw. 3,4 Prozent. Geht man nach den Betriebssystemen so führt Symbian weiterhin mit 46,2 Prozent klar an während Windows Mobile nach 30 Prozent Verlust im zweiten Quartal 2009 und 33 Prozent Rückgang in diesem Quartal mit 3,63 Millionen Geräten nur noch auf 8,8 Prozent Marktanteil kommt. Die offene Android Plattform kommt inzwischen auf 1,46 Millionen verkaufte Geräte bzw. 3,5 Prozent Marktanteil. Sollte sich das Wachstum von Android fortsetzen und Windows Mobile weiter an Akzeptanz verlieren werden in den kommenden Jahren einzig Symbian, BlackBerry OS, iPhone OS und Android den Smartphone Markt bestimmen.
Mit einem solidem Wachstum in allen Bereichen hat Google scheinbar die Talsohle der Wirtschaftskrise überwunden.
Bei einem um 7 Prozent auf 5,9 Milliarden US-Dollar gesteigerten Umsatz konnte der Gewinn des Internet Konzerns um 27 Prozent auf 1,6 Milliarden US-Dollar zulegen.
In den vergangenen Tagen haben die großen Unternehmen der IT-Branche ihre aktuellen Quartalsberichte vorgelegt und damit den einen oder anderen Analysten überrascht. Bei manchen Ergebnissen jedoch bleiben Überraschungen aus und Enttäuschung überwog. So zum Beispiel bei dem UNIX Veteran und Server-Spezialisten Sun Microsystems. Nur noch wenige Schritte vor der Übernahme durch Oracle schwächelt das Geschäft mit Hard- und Software noch immer. Nach den vorläufigen Zahlen geht man von einem Umsatz von circa 2,58 Milliarden US-Dollar aus, was einen Rückgang von über einer Milliarde im Vergleich zum Vorjahresquartal bedeutet. Beim Chiphersteller Intel macht man zwar keine Verluste, dennoch ist auch hier der Umsatz massiv eingebrochen. Ein Rückgang von 15 Prozent drückte den Umsatz von 9,47 auf 8,024 Milliarden US-Dollar. Der Gewinn von 1 Milliarde US-Dollar liegt knapp 600 Millionen US-Dollar unter dem Ergebnis des Vorjahres wobei in diesem Quartal zudem noch die Strafe der EU-Kommission zu zahlen war wodurch das endgültige Ergebnis einen Verlust von 398 Millionen US-Dollar zeigt.
Das es auch anders geht zeigt dabei der Suchmaschinen- und Werbedienstleister Google. Mit einem Umsatz von 5,523 Milliarden US-Dollar (plus 3 Prozent) und einem Gewinn von 1,485 Milliarden US-Dollar (plus 19 Prozent) konnte man das Wachstum vergangener Quartale zwar nicht erreichen, dennoch sind diese Zahlen gerade in Zeiten der stark geschwächten Werbebranche überzeugend. Bei IBM ging der Umsatz zwar um 13 Prozent auf 23,3 Milliarden US-Dollar zurück, dennoch stieg gleichzeitig der Gewinn von 2,7 auf 3,1 Milliarden US-Dollar. Die Verantwortlichen sehen die Geschäfte wieder im Aufwind und gehen nun wieder von wachsenden Umsätzen und Gewinnen aus.
Ob man bei AMD diese Prognosen bestätigen würde ist bei den aktuellen Zahlen jedoch fraglich. Zwar konnte der Verlust von 1,189 Milliarden US-Dollar unter anderem durch den Verkauf abgeschriebener Vermögenswerte auf 330 Millionen US-Dollar reduziert werden, der sinkende Umsatz von 1,349 Milliarden auf 1,184 Milliarden US-Dollar verspricht derzeit noch nicht viel Gutes. Jedoch darf man nicht vergessen, dass AMD sich seit längerer Zeit in einem massiven Wandel befindt der noch nicht vollständig abgeschlossen und verarbeitet wurde. Dagegen läuft der Vertrieb bei Apple weiterhin absolut rund. Zwar gibt es bei den Computern und iPods leichte Rückgänge, die werden aber durch die Verkäufe der iPhones mehr als kompensiert. So brachten 2,6 Millionen Mac Computer, 10,2 Millionen iPods und 5,2 Millionen iPhones einen Gewinn von 1,23 Milliarden US-Dollar (1,07 Milliarden im Vorjahresquartal) bei einem Umsatz von 8,34 Milliarden US-Dollar (7,46 Milliarden im Vorjahresquartal).
Für eine kleine Überraschung sorgte der Internetkonzern Yahoo, der seit etlichen Monaten als potentielles Übernahmeopfer von Microsoft gehandelt wird. Bei einem um 13 Prozent auf 1,571 Milliarden gefallenden Umsatz erwirtschaftete das Unternehmen einen Gewinn von 131 Millionen US-Dollar (plus 8 Prozent). Im Vergleich zum Online-Geschäft von Microsoft, dass in den ersten beiden Quartalen des Geschäftsjahres bei einem Umsatz von nur 1,636 Milliarden US-Dollar bereits einen Verlust von 951 Millionen US-Dollar eingfahren hat, sind die Zahlen von Yahoo absolut überzeugend. Vielleicht klammert sich Microsoft auch deswegen trotz zahlreicher Absagen im Übernahmepoker dennoch weiterhin an die Option das Unternehmen ganz oder teilweise zu schlucken.
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Google das Linux basierte Betriebssystem Android zusammen mit dem Software-Development-Kit (SDK) in der Version 1.5 veröffentlicht. Android ist für mobile Geräte gedacht und begrenzt sich dabei nicht nur auf Handys oder Smartphones. Die auf der Projektseite verfügbaren Release-Notes geben einen Überblick aller Neuerungen.

